Führung durch das „Haus des Reichs“, des heutigen Finanzamtes

Mit der heutigen Führung durch das Haus des Reichs schließen wir unsere Serie über die Familie Lahusen und das damals größte europäische Wollverarbeitungsunternehmen ab.
Das Haus des Reichs ist ein prachtvolles Gebäude in schöner Lage zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt gelegen. Heute ist das Haus des Reichs der Dienstsitz des bremischen Senators für Finanzen sowie des Finanzamtes.
Das Gebäude steht seit 1978 unter Bremer Denkmalschutz.
Nachdem die Nordwolle ihren Firmensitz von Delmenhorst nach Bremen verlegt hatte, beauftragten die Brüder G. Carl Heinz und Friedrich Lahusen die Architekten Hermann und Eberhard Gildemeister mit dem Entwurf eines 34.000 qm großen Verwaltungspalastes für 20.000 Beschäftigte. Das Gebäude wurde von 1928 bis 1931 erbaut und fertiggestellt. Die Baukosten beliefen sich auf ca. 12 Mio. Reichsmark. Das Gebäude ist bis heute eines der größten Bürogebäude Bremens. Nach der Bauabnahme und vor der Einweihung im Februar ging die Nordwolle im Juli 1931 in die Insolvenz. Das Gebäude hat eine wechselvolle Geschichte erlebt. Zunächst als Kontorhaus geplant, ab 1934 Reichsfinanzverwaltung des Deutschen Reiches wurde es zum Landesfinanzamt Weser-Ems, später vom Reichsstatthalter für Oldenburg/Bremen und dem Gauleiter Bremen für die NSDAP genutzt.
Während des Krieges war in einem Stockwerk die Kriegsmarinedienststelle Bremen untergebracht. In der amerikanischen Besatzungszeit nach 1945 hatte die Militärregierung für Bremen und Bremerhaven dort ihren Sitz. Ab 1947 war es Sitz der bremischen Finanzverwaltung.
Nach den geschichtlichen Ausführungen nun noch ein kleiner Hinweis auf das Gebäude. Es ist keinem bestimmten Baustil zuzuordnen. Die Fassade ist aus Obernkirchener Sandstein. Die Details sind überaus reichhaltig, ansonsten ist das Gebäude, entsprechend der den 1920 Jahren, funktional. Es zeigen sich Einflüsse von Neues Bauen, Expressionismus, und Art Deco. Der Uhrenturm im Innenhof und das große Zifferblatt am seitlichen Turm sollen die Angestellten an effizientes Arbeiten erinnern. Besonders erwähnenswert ist die Gestaltung des prachtvollen Foyers und das imposante Treppenhaus mit den aufwendigen Leuchtern und den großen Figuren, die im Art Deco geschaffen wurden. Auch heute noch funktionierende Paternoster brachten schon damals die Angestellten schnell an ihren Arbeitsplatz.
Kosten 15,00 EUR je Person
Treffen 15:50 vor dem Eingang des Hauptgebäudes
Anmeldungen bei Ruth Tamke

Verbindliche Anmeldungen richten Sie bitte an

  • Frau Ruth Tamke, Tel. 205 3001 oder rtamke@aol.com

Den Teilnahmebeitrag überweisen Sie bitte an das Konto vom Bürgerverein Oberneuland DE 18 2905 0101 0001 7042 95 Sparkasse in Bremen unter Angabe der Veranstaltungsnummer 261023 und Teilnehmernamen.

Von Rami Tarawneh - Photos taken by my cam, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1038349

Bildquelle: Von Rami Tarawneh – Photos taken by my cam, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1038349

Adresse

Rudolf-Hilferding-Platz 1
28195 Bremen

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